. .

Aktuell


AKTUELL

Ausbildung Sankaran-Methode Berlin (Grundkurs)

18.01.19 bis 11.09.20


Zum Seminar

Zur Anmeldung

Geschichte und Entdeckung der Homöopathie

Der Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann

Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie wurde am 10.04.1755 in Meißen als Sohn eines Porzellanmalers geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, doch aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten erhielt er 1770 ein Stipendium, was ihm den Besuch einer höheren Schule ermöglichte. 

1775 trat er in die Universität Leipzig ein und studierte dort Medizin, Chemie, Pharmakologie und Sprachen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zu dieser Zeit durch Sprachunterricht. Unzufrieden mit dem Studium in Leipzig wechselte er nach Wien. 

Dr. Joseph von Quarin kaiserlicher Leibarzt, Leiter des Wiener Spitals nahm sich seiner an und förderte Hahnemanns ärztliche Begabungen. Hahnemann sagte einmal über ihn: “Dem großen praktischen Genie, dem Leibarzt von Quarin, verdanke ich, was Arzt an mir genannt werden kann.” 

1777 erföffnete Samuel Hahnemann eine Praxis in Hermannstadt (dem heutigen in Rumänien liegenden Sibiu), war aber mit seiner Arbeit als Arzt nie so recht zufrieden. Die medizinischen Lehrmeinungen änderten sich ständig und widersprachen einander.

Viele der damals üblichen Therapien wie Aderlässe, Schröpfen, Einläufe und andere schwächten die Patienten eher als sie zu heilen.

Die Entdeckung des homöopathischen Prinzips

Hahnemann zog sich daraufhin von seiner praktischen ärztlichen Tätigkeit zurück und lebte von der Übersetzung medizinischer Schriften. Bei der Übersetzung einer Arzneimittellehre von Cullen, einem schottischen Pharmakologen, stieß er auf die Behauptung Chinarinde heile Wechselfieber (Malaria) durch ihre magenstärkende Wirkung. 

Malaria war damals in Europa noch sehr vebreitet und Hahnemann viele Erfahrungen mit der Behandlung des Wechselfiebers. Er wußte auch Chinarinde half mal und mal nicht, je nachdem wie das Fieber im Einzelnen aussah.

Er beschloß die Aussage Cullens am eigenen Leib zu überprüfen und trank über Tage hinweg einen Chinarindenaufguß – er setzte sich also einer kontrollierten Vergiftung mit diesem Mittel aus. Und das Erstaunliche: Er bekam Symptome, die genau den Malariasymptomen ähnelten, die er mit Chinarinde geheilt hatte! 

Nun probierte er dasselbe bei seiner Familie mit demselbem Ergebnis. Durch Einnahme der Chinarinde entstanden vorher nicht dagewesene Symptome, die dem Wechselfieber glichen, die Symptome verschwanden jedoch, sobald der Aufguß abgesetzt wurde. 

Hahnemann entdeckte dadurch das sogenannte Ähnlichlkeitsprinzip: Eine Arznei erzeugt bestimmte Krankheitssymptome am gesunden Menschen, genau diese Symptome kann dieselbe Arznei bei einem Kranken heilen.

Die Weiterentwicklung der Homöopathie 

Hahnemann prüfte zu seinen Lebzeiten noch viele Arzneistoffe auf ihre heilende Wirkung und begann sie kranken Menschen nach dem oben beschriebenen Ähnlichkeitsprinzip zu verordnen. Er stellte fest, daß die puren Arzneistoffe oft viel zu stark in ihrer Wirkung auf den ohnehin schon geschwächten Organismus der Kranken waren. 

Er begann die Arzneien schrittweise zu verdünnen und minderte so ihre Giftigkeit. Gleichzeitig fügte er den Arzneien durch Verschüttelung kinetische Energie zu, was dazu führte, daß die homöopathischen Heilmittel trotz abnehmender Stofflichkeit eine tiefere und langanhaltendere Wirksamkeit entfalteten. 

Seit Hahnemann haben unzählige HomöopathInnen auf der ganzen Welt die Homöopathie weiterentwickelt und Arzneimittelprüfungen durchgeführt. Auch wenn ständig neue Arzneistoffe hinzukommen und den Bestand an homöopathisch geprüften wirksamen Mitteln erweitern, so bleiben doch die von Hahnemann festgelegten Grundprinzipien für die homöopathische Behandlung die gleichen wie vor über 200 Jahren.